vereinsgeschichte


 

Die Vereinsgeschichte wurde anlässlich des 75jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2005 auf aktuellen Stand gebracht.

Ehrenmitglieder

Georg Heußner † August Becker †
Josef Köcher † Wilhelm Rohde †
August Ernst Dittmar † Kurt Prengel †
Konrad Hoffmann † Helmut Wagner
Uwe Storjohann Peter Heinz
Gerhard Beyer  Ilse Mirschel
 

August Ernst Dittmar

Gründer des Schützenvereins Hegelsberg von 1930 e. V.

 

In Ehrfurcht und Dankbarkeit würdigen wir das Engagement und die Leistung eines vorbildlichen Menschen, eines Schützen im Geiste der Deutschen Schützentradition.

Goldenes Vereinsehrenabzeichen, goldenes Verbandsehrenzeichen des Hessischen
Schützenbundes, Ehrenzeichen des Deutschen Schützenbundes und Ehrenmedaille
des Landessportbundes Hessen zeichnen seine Verdienste aus.

          

           Werner Mirschel
          

                    25 Jahre Vereinsvorsitzender

 

 

Werner Mirschel war die Seele des großen Vellmarer Schützenvereins. Ihm ist es zu verdanken,
dass der Verein in Deutschland weit über die Grenzen Hessens durch seine hervorragenden
Schützen bekannt ist. Er war die drängende Kraft und knüpfte freundschaftliche Verbindungen
zu Schützenvereinen in ganz Europa wie den Niederlanden, Belgien, Tschechien und Ungarn,
deren freundschaftlicher Geist bis heute fortgeführt wird.

Eine Sternstunde schlug für den Verein, als die Großsporthalle an der Gesamtschule Ahnatal
in Vellmar gebaut wurde und Werner Mirschel so lange drängte, bis er erreicht hatte, dass unter
der Sporthalle für den SV Hegelsberg-Vellmar ein neues Schießsportzentrum gebaut wurde.

Unter großem persönlichem Einsatz wurden die finanziellen Probleme gelöst, und 1977 hielt der
Verein mit Werner Mirschel an der Spitze in seinem neuen Schießsportzentrum Einzug. Danach
begann der unaufhaltsame Aufstieg des Vereins, der bis heute rund 50 deutsche Einzel- und
Mannschafts- Meistertitel holte, drei Europameisterschafts- und drei Weltmeistertitel gewann,
sowie mehrere Schützen in der Deutschen Nationalmannschaft zu mehreren Olympiaden entsandte.
Allein drei Hegelsberger Aktive nahmen an der Olympiade 1984 in Los Angeles teil.

Als der Verein Anfang 1992 Werner Mirschels 25jähriges Jubiläum als Vereinsvorsitzender feierte,
konntedamals niemand ahnen, dass der rührige Vorsitzende nach kurzer schwerer Krankheit im
Alter von 62 Jahren verstarb.

Mirschel war nicht nur der Inbegriff vom SV Hegelsberg-Vellmar, er war auch im Kuratorium der
Vellmarer Vereine aktiv. Von einem Angebot zur Wahl zum Vizepräsidenten des Hessischen
Schützenverbandes hat er Abstand genommen, um seine Vereinsarbeit nicht zu vernachlässigen.

Werner Mirschel war Träger des Hessischen Verbandskreuzes in Gold, des großen Hessischen
Ehrenzeichens in Silber und Gold, der Ehrennadel des Landessportbundes in Silber sowie des
Ehrenbriefes des Landes Hessen.

 

Die bisherigen Vorsitzenden vom SV Hegelsberg-Vellmar

1930 – 1931 Georg Metz 1965 – 1966 Dr. Jochen Dallmann
1932 – 1943 August Becker 1967 – 1992 Werner Mirschel
1955 – 1959 Heinrich Rohde 1993 – 1998 Horst Lenz
1960 – 1962 Konrad Hoffmann 1999   2016 Heinz Rauch
1963 – 1964 Walter Techen ab 2017 Ronald Beez


75 Jahre SV Hegelsberg-Vellmar von 1930 e.V.

Die Idee wurde 1930 in der Gaststätte 'Zum Hegelsberg' am Stammtisch geboren und man war sich einig:
'Wir gründen einen Schützenverein'. Von den Gründungsmitgliedern, August Becker, Georg Metz und
H. Buchenau übernahm Georg Metz den ersten Vorsitz.

Die anfänglichen Aktivitäten bestanden darin, dem Verein einen Namen zu geben, den zu finden war nicht
schwer, lag doch das Vereinslokal am Fuße des Hegelsbergs. Doch die Räumlichkeiten zur Abwicklung von
sportgerechtem Schießen fehlten zur Enttäuschung aller Beteiligten.

Im Stadtteil 'Alt Philippinenhof', in der Gaststätte 'Pippert' fand man das, was man sich vorgestellt hatte.
Die ersten Schießstände wurden gebaut, aber es fehlte noch das Wichtigste: die Gewehre. Doch wer hatte
schon Geld für ein eigenes Gewehr?


Das erste Kassenbuch aus dem Jahr 1935: monatlicher Mitgliedsbeitag 0,50 RM
 

Man musste sich etwas einfallen lassen und kam auf die Idee, 'Vereinsaktien' herauszugeben.
Die Höhe des Betrages konnte jeder selbst bestimmen. Als sichtbarer Erfolg der Einlage konnte schon
nach einiger Zeit das erste Gewehr angeschafft werden. Jeder 'Aktionär' wußte, sein Geld war gut angelegt.
An 'Dividenden' war jedoch in Anbetracht des niedrigen Kassenbestandes überhaupt nicht zu denken.

Da der Verein in der Zwischenzeit bereits eine Mitgliederzahl von 35 Schützen aufzuweisen hatte und nur
ein Gewehr zur Verfügung stand, wurde die Geduld der aktiven Schützen auf eine harte Probe gestellt.
Hier hatte der Schützenbruder August Becker ein Einsehen und steuerte der 'Waffenkammer' ein zweites
Gewehr bei.

Doch mit der Zeit wurde man verwöhnter und wollte sich auch dem Kleinkaliber Schießen zuwenden.
Was lag näher sich an den Vereinswirt und Schützenbruder Engelhardt Pippert zu wenden. Der überlegte
nicht lange und stellte einen Teil seines Gartens für einen Kleinkaliber Schießstand zur Verfügung.

 

 

KK Stand vom SV Hegelsberg im Gartengelände in Alt Philippinenhof (Heutzutage undenkbar)

Planer und Vollstrecker waren gefragt und nach gemeinsamen Mühen und Anstrengungen war in Kürze
ein Kleinkaliber Schießstand inmitten von bewohntem Gebiet gebaut. Heutzutage undenkbar. An jedem
Sonntagmorgen wurde nun Kleinkaliber aus dem Saal des Vereinslokals heraus geschossen und mancher
Familienvater vergaß darüber das Mittagessen.

 

Auch die Geselligkeit kam trotz aller Schießsportbegeisterung nicht zu kurz. Viele unvergessene
Familienpartien erinnern daran. Wer hatte schon ein Auto? Diesen Luxus konnten sich nur wenige leisten.
So spannte man die Pferde an oder ging auf 'Schusters Rappen' in die Natur.

Nach einiger Zeit des Aufschwungs im schießsportlichen Vereinsleben brach der zweite Weltkrieg mit
seinen verheerenden Folgen auch über den Schützenverein Hegelsberg herein. Viele Schützenbrüder
wurden eingezogen und der Schießbetrieb konnte nur noch bis zum 3. Oktober 1943 mit wenigen Schützen
aufrecht gehalten werden. Im Bombenhagel des größten Angriffs auf Kassel wurde nicht nur das Schützenlokal,
sondern auch das ganze Vereinsvermögen ein Raub der Flammen. Damit war dem Fortbestehen des
Vereinslebens ein jähes Ende gesetzt.

Wer glaubte schon daran, nachdem alles in Schutt und Asche lag, daß es nach der Besetzung durch die
Alliierten jemals wieder einen Schützenverein geben würde? Man wanderte, gründete Touringclubs und hatte
dabei den geheimen Wunsch, wieder einmal eine Büchse in die Hand zu nehmen.

Walter Techen und Edmund Egbers hatten es nicht schwer, in der Wiedergründungsversammlung vom
SV Hegelsberg am 20. April 1955 eine große Anzahl von Freunden des Schießsports begrüßen zu können.

Die Wiedergründer 1955: v.l. Kurt Prengel, August Ernst Dittmar, Konrad Hoffman

 

Der Wiederbeginn war alles andere als günstig. Es gab keine Räume, die es auch nur annähernd zuließen,
in 10 Meter Entfernung einen Kugelfang aufzustellen. Also verzog man sich in den Keller und schoß von
einem Kellerraum über den Flur in den Kohlenkeller. Dort wurde der Kugelfang installiert. Der erste Schuss
konnte fallen. Ein ausgegrabenes Gewehr, das über 10 Jahre wohlbehalten in Ölpapier verpackt überlebt hatte,
war das Anfangskapital.

 

Im neu aufgebauten Vereinslokal zeigte sich wieder der echte Schützengeist. Man errichtete neue vier
Luftgewehrstände, zu denen das Material oft unter größten Schwierigkeiten organisiert werden mußte.
Das erste neue Luftgewehr wurde von Heinrich Rohde beigesteuert, die weiteren kaufte der Verein nach
und nach.

Der Anschluss an den Hessischen Schützenverband, Schützenkreis 13, Kassel-Stadt und –Land, brachte
nunmehr viele spannende Wettkämpfe. Auch das gesellige Vereinsleben nahm einen sehr guten Aufschwung.
Die Stifter der Königskette — Hermann Meckbach und Heinrich Rohde — hatten ihre helle Freude, als sie den
ersten Schützenkönig dekorieren konnten.

Die Ausweitung des Schießsports und die stetige Steigerung der Ergebnisse erforderten größere
Räumlichkeiten und noch mehr Initiative. Die Empfehlung, Jugendliche durch Patenschaften zu gewinnen,
schlug so erfolgreich ein, daß  man sehr schnell zum Handeln aufgefordert wurde. 1964 machten die
Verantwortlichen sich Gedanken, geeignete Räume zu finden, die den Anforderungen gerecht wurden.
So wurde der Beschluß gefaßt, in den Gesellschaftsräumen des Kleingartenvereins 'Hegelsberg’
einen g
rößeren Schießstand zu errichten. Eine Steigerung war gegeben durch die in Eigenarbeit neu zu errichteten
sechs Stände für Luftgewehr und Luftpistole.

 

In der Folgezeit erreichten die Schützen gute Erfolge. Jedoch als man sich richtig zu Hause fühlte,
zwangen übermäßige Forderungen der Eigentümer an den Verein zu schnellem Handeln. Die Überlegungen,
in ein anderes Lokal umzuziehen, führten wegen fehlender Räume in der gesamten Nordstadt Kassels zu
keinem Erfolg.


Vorschläge unserer Schützenbrüder Norbert Brede und Günter Lumm, in dem neu errichteten Lokal
'Niedervellmarer Hof' in Niedervellmar die Kellerräume für den Schießsport zu nutzen, wurden sogleich
aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. In Tag- und Nachtarbeit und unter Aufbietung aller Kräfte wurde
in kürzester Zeit eine 10 Meter Luftgewehr Schießanlage mit 8 Ständen errichtet, die im nordhessischen
Raum seinerzeit seines Gleichen suchte
.

 

Neuer 10 Meter Schießstand 1967 im Nierdervellmarer Hof in Vellmar

 

Das Lokal 'Niedervellmarer Hof' wurde zu einer Leistungsstätte, die den SV Hegelsberg über die Grenzen
unseres Kreises hinaus bekannt machte. Die Mitgliederzahl wuchs ständig und die Schallmauer von '100'
wurde durch die Aufnahme von Peter Säckl erstmals durchbrochen. Der Aufwärtstrend im schießsportlichen
wie auch im gesellschaftlichen Bereich setzte neue Maßstäbe.

Eine sehr ernst gemeinte Unterstützung wurde durch die Gemeindevertretung der Gemeinde Vellmar mit
Herrn Bürgermeister Helmut Wagner zugesichert. Diese Tatsachen ließen das Gefühl aufkommen, dass
wir nun endlich eine neue Heimat gefunden hatten. Wir waren in Vellmar anerkannt und hatten in der
Bevölkerung größtmögliche Unterstützung. Der Entschluss fiel nicht schwer, hier zu bleiben.

Die darauf erfolgte Änderung der Satzung bezüglich des Namens und der Ortsansässigkeit war ein Ausdruck
der Dankbarkeit durch die Anerkennung der Institutionen von Vellmar und seinen Bürgern.

Fortan steht der Name 'Hegelsberg-Vellmar von 1930 e.V.' als offizieller Vereinsname im Vereinsregister.

Ehrung erfolgreicher LG Schützen zum Aufstieg in die Gauklasse 1969 durch den 1. Vorsitzenden Werner
Mirschel
(v. li.) Klaus Hoffmann, Edgar Wetzel, Manfred Deichmann, Howard Buhre, Norbert Brede, Dieter Gebhard

Das große Los zog der Verein, als die Großsporthalle an der Gesamtschule Ahnatal in Vellmar gebaut wurde
und Werner Mirschel so lange drängte, bis die Planungen von einem Kriechkeller abgeändert und ein
komplettes Kellergeschoss gebaut wurde. Jedes Mitglied wurde verpflichtet 'freiwillige' Arbeitstunden
abzuleisten, ersatzweise einen finanziellen Ausgleich zu leisten. Wenn dieser Beschluss auch zum
Austritt einiger Mitglieder führte, wurde unter großen finanziellen Belastungen für den Verein und in
unermüdlichem Einsatz aller Mitglieder in Eigenleistung und 7125 Arbeitsstunden das Kellergeschoss
der Großsporthalle in nur einem halben Jahr zu dem heute bestehenden Schießsportzentrum vom
Schützenverein Hegelsberg-Vellmar ausgebaut. Eine seinerzeit vorbildliche Anlage, die als Vorlage für
andere Vereine diente.


Dies soll die neue 50 Meter KK-Anlage werden

 

Jetzt wurde es auch Zeit, die Vereinsfahne auf den neuesten Stand zu bringen: der Zusatz 'Vellmar'
wurde eingestickt.

Dank der ausgezeichneten Schießsportanlage steigerten sich die sportlichen Erfolge in nie erwartete Höhen.
Schon 1982 stellte Peter Heinz den Deutschen Rekord mit der Freien Waffe mit 1174 Ringen ein und wurde
in Caracas / Venezuela Weltmeister.

Absoluter Höhepunkt dürfte wohl 1984 gewesen sein, als der SV Hegelsberg-Vellmar mit Gerhard Beyer,
Jürgen Hartmann und Peter Heinz gleich drei Schützen der Deutschen Nationalmannschaft stellen konnte,
die an der Olympiade in Los Angeles teilnahmen. Mit dem undankbaren 4. Platz verfehlte Hartmann nur
knapp olympisches Edelmetall.

Sportliches Engagement war nun von allen aktiven Mitgliedern in den Vordergrund gestellt.

Die Meistermacher: Manfred Deichmann, Rainer Peter, Gerhard Beyer, Horst Kuhlemann, später in der
Presse auch liebevoll ’Hegelsberger Oldies’ genannt, gewinnen den Pokal der Deutschen Meisterschaft
in der Disziplin Freie Pistole.

Foto: Herbert Vöckel
Im Jahr 1984 konnte der SV Hegelsberg-Vellmar mit Gerhard Beyer, Jürgen Hartmann und Peter Heinz
gleich drei Mitglieder zu den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles entsenden

 

 

Aber auch jährlich durchgeführte Vereinsfahrten mit zahlreicher Beteiligung zeugen von einem großen
Engagement und Identifikation der Mitglieder mit dem Verein.

Vereinsfahrten wurden mit großer Freude angenommen, hier 1977 Fahrt nach Heidelberg

 

Ebenfalls wurden freundschaftliche Aktivitäten gepflegt. Dank der Schießsportwoche, die nunmehr im
Jubiläumsjahr zum 29. mal vom SV Hegelsberg-Vellmar durchgeführt wird, wurden bereits in den
Anfangsjahren internationale Kontakte geknüpft. Es begann, dass die Niederländische Nationalmannschaft
an dem Schießen teilnahm – daraus entwickelte sich eine Freundschaft zum SV de Korrel Venhost in den
Niederlanden, dem SV SAKAL Genk in Belgien sowie dem SV Brezulupi, später SV Kunovizein der
Tschechischen Republik. Nach der Wende 1990 schlossen sich dieser Freundschaft auch die Schützen
der wiedergegründeten SGi Prenzlau von 1588 aus der Uckermark an. Freundschaftliche und
schießsportliche Besuche festigen diese Verbindung, wie zuletzt im Jahr 2004 ein Dreiländerwettkampf in
den Niederlanden, aus Anlass zum 25jährigen Bestehen des SV de Korrel Venhorst, bezeugt.


Die Hegelsberger beim 'Dreiländerkampf' 2004 beim SV de Korrel Venhorst (NL),
zusammen mit den Schützen vom Sakal Genk (B).

 

Im Jahr 1979 wurde von dem neu gegründeten Schützenverein in Spangenberg die Bitte um Unterstützung
in der Vereinsführung und Anleitungen im Schießsport herangetragen. Daraus entwickelte sich eine
Freundschaft, die im Jahr 1980 mit der Übernahme einer Patenschaft für den neuen Verein besiegelt wurde.

Alles schien auf eingefahrenen Gleisen weiter zu laufen, hatte doch der langjährige 1. Vorsitzende Werner
Mirschel die Fäden fest in der Hand. Jäh aufgerüttelt wurden die Mitglieder 1992, als Werner Mirschel kurz
nach seinem 25jährigen Jubiläum als 1. Vorsitzender nach schwerer Krankheit verstarb.

 

Viele Außenstehende sagten dem Schützenverein Hegelsberg-Vellmar schon den Untergang voraus.
Aber Dank der unermüdlichen Einarbeitung in alle sportlichen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten
des neuen Hauptvorstandes mit Horst Lenz, Heinz Rauch, Roger Nöding und Erno Wehnhardt, wurde das
Gegenteil bewiesen.

Wenngleich sich die großen sportlichen Erfolge nicht mehr am laufenden Band einstellten, lag dies vielmehr
daran, daß die 'Zugpferde' der Luftpistolen Schützen ins Alter gekommen waren. Auch der beruflich bedingte
Wegzug von Gerhard Beyer und der plötzliche und unerwartete Tod von Rainer Peter sprengte die
erfolgsgewohnte Mannschaft.

Jetzt waren es die Hegelsberger Gewehrschützen, die Schlagzeilen in der Presse machten. Hier hatte
sich Dank der Jugendarbeit von Howard Buhre ein Team zusammen gefunden, das den Aufstieg in die
hessischen Landesklasse anvisiert hatte und im Jahr 2002 als Aufstiegsmannschaft in die Hessische
Landesklasse auf Anhieb Vizemeister in der höchsten hessischen Wettkampfklasse wurde

 

Als Aufsteiger in Luftgewehr Hessenliga wurden Philipp Vialon, Elke Tröger, Doris Vitt,
Carsten Wicke, Christian Nickel und Coach Howard Buhre 2002 auf Anhieb Vizemeister.

 
Dank der fleißigen Vereinsarbeit des Jugendtrainers Howard Buhre, führte er stets einige Nachwuchsschützen
bis hin zu den Hessischen- und auch zu den Deutschen Meisterschaften. Er war es auch der erkannte,
dass eine Mannschaft nicht nur aus vereinseigenem Nachwuchs konkurrenzfähig ist und war Mit-Initiator
des Zusammenschlusses des Nordhessischen Nachwuchses im 'Team Nordhessen'. Einmalig war es,
dass bei den Hessischen Meisterschaften im Jahr 2003 gleich drei Mannschaften aus dem 'Team Nordhessen'
auf dem 'Treppchen' standen und die Plätze eins bis drei belegten.

 

Eine Wende bei den Pistolenschützen zeichnete sich nach der Rückkehr von Gerhard Beyer im Jahr 2003
nach Vellmar ab. Er konnte Manfred Deichmann überzeugen, es der Konkurrenz noch einmal zu zeigen.
Zusammen mit Sabine Ullrich, Edgar Hayne und dem amtierenden Hessenmeister Leo Berner nahmen sie
die Sache ernst und wurden sofort verlustpunktfrei Meister der Oberliga.

Stefan Vitt und Achim Knüppel standen dem Luftpistolenteam zur Seite, wenn es hieß, die Mannschaft zu
komplettieren. Im Januar 2005 setzten sie sich dann bei den Aufstiegskämpfen zur Hessischen Landesliga
durch und schießen im Jubiläumsjahr in der höchsten Hessischen Wettkampfklasse.

Aufstiegsmannschaft in die Hessenliga 2005: Manfred Deichmann, Sabine Ullrich,
Stefan Vitt, Edgar Hayne, Leo Berner, Gerhard Beyer und Achim Knüppel.

Auf Anhieb werden sie Hessenmeister, jedoch misslang der erste Aufstiegsversuch in die Regioanlliga West
(2. Bundesliga) im Jahr 2006. Die Seniorenschützen Gerhard Beyer und Manfred Deichmann machten dem
Nachwuchs Platz - so konnte sich die Mannschaft mit Thomas Gerke und Christian Hollstein verstärken und j
etzt gelang auch der Aufstieg der Mannschaft in die zweithöchste Klasse, der Regionalliga West.

 

Die LP Mannschaft beginnt im Herbst 2007 ihr Debüt in der Regionalliga West mit Thomas Gerke,
Christian Hollstein, Leo Berner, Sabine Ullrich, Stefan Vitt, zusammen mit Coach Manfred Deichmann
und dem 1. Vorsitzenden Heinz Rauch.

 

Ein weiterer Meilenstein des Vereins wurde im Jahr 2007 gesetzt. 30 Jahre nach Bau des Schießstandes
wurde in der KK-Halle die Scheibenseilzuganlage demontiert und eine moderne elektronische
Trefferbildanzeige für Sportgewehr und Freie Pistole (50 Meter) sowie für Luftgewehr und Luftpistole (10 Meter)
installiert. Damit zählt die Schießsportanlage vom SV Hegelsberg-Vellmar wieder zu den modernsten Anlagen
im Nordhessischen Raum.


  
Umbau der 50 Meter KK Anlage mit Messrahmen für die elektronische                Schützenstand mit 10 Schießbahnen der elektronischern Trefferanzeige
Trefferbildauswertung:

 

 

 

     Mitglieder 2005 vom SV Hegelsberg-Vellmar zum 75jährigen Vereinsjubiläum

1. Reihe:     Daniel Lindner, Eike Grein, Jens Meckenroth

2. Reihe:    Rüdiger Grotha, Dieter Jungermann, Manfred Müller, Peter Guder, Roger Nöding, Manfred Deichmann, Horst Lenz, Rolf Jung (König)
Manuela Borck (Königin), Heinz Rauch, Waltraud Allschinger, Brigitte Borowicz, Annemie Lenz, Rosi Förster, Rosika Rauhe, Heidi Brede,
Ilse Mirschel, Kurt Rose, Dieter Schumacher

3. Reihe      Erno Wehnhardt, Lothar Glebe, Achim Knüppel, Heinz Wagner, Norbert Brede, Karin Buhre, Bärbel Knüppel, Susanne Albert (geb. Knüppel),
Katja Beyer, Doris Vitt, Christa Nöding

4. Reihe     Werner Blankenberg, Werner Exler, Rainer Schmidt, Howard Buhre, Manfred Lippardt, Günter Förster, Peter Schleinitz,
                Karl Heinz Rauhe, André Florian, Holm Stiller, Evi Guder, Kalli Drexler, Wolfgang Grein, Jürgen Helfenritter, Klaus
                Hoffmann, Stefan Vitt.



Die Thekenmannschaft
Einen besonderen Dank sprach der 1. Vorsitzende Heinz Rauch nicht nur in der Jahreshauptversammlung 2005 der
sogenannten 'Thekenmannschaft' aus. Als vor über 24 Jahren den damaligen Vorsitzenden Werner Mirschel und seine
Frau Ilse die tägliche Betreuung des Schützenhauses verständlicherweise über das normale Maß hinaus belastete,
erklärte sich spontan eine Gruppe der Hegelsberger bereit, die 'Schlüsselgewalt' über das Schützenhaus zu übernehmen.
Aus dem anfangs größerem Team kristallisierte sich dann der 'harte Kern' von 12 Mitgliedern heraus, die seit Dezember
1980 von Anfang an mit  dabei sind, wenn es heißt, den 'Dienst' im Schützenhaus anzutreten. Sie sind nicht nur an den
wöchentlichen Trainingsabenden dienstags und donnerstags in wechselnder Reihenfolge da, sie sorgen auch bei Schießveranstaltungen während der Woche oder auch an den Wochenenden für einen reibungslosen Schießbetrieb.
Sie sind die ersten Ansprechpartner für Gäste und neue Mitglieder. Auch Ihnen ist es zu verdanken, wenn auch nur im
Hintergrund agierend, dass das Umfeld für die Hegelsberger aktiven Sportler stimmte und sich somit die sportlichen Erfolge
einstellen konnten.

Die 'Hegelsberger Thekenmannschaft': Günter Föster, Brigitte Borowicz, Heidi Brede. Horst Lenz, Norbert Brede,
Holm Stiller, Heinz Rauch, Peter Guder, Klaus Hoffmann, Ilse Mirschel und Evi Guder. Es fehlt auf dem Foto Kalli Drexler.


HNA 14.09.2007
Ilse Mirschel  --  immer aktiv
 
HNA 14.09.2007

 

    HNA 26.02.2009

 

  HNA 07.04.2011

 

HNA 10.01.2013
Im Januar 2013: Die Thekenmannschaft ist 33 Jahre alt geworden

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