1. Bundesliga Geschichte


Der SV Hegelsberg-Vellmar - und die Historie der Bundesliga Luftpistole:

Mit der Einweihung der Schießsportanlage unter der Großsporthalle in Vellmar im Jahr 1977 begann der beispiellose
Aufwärtstrend der Hegelsberger Sportschützen. Bereits 1974 wurde Manfred Deichmann Vizeweltmeister mit der
Luftpistole in Thun / Schweiz, und Gerhard Beyer startete 1976 bei den Olympischen Spielen in Montreal.

Dank der ausgezeichneten Schießsportanlage steigerten sich die sportlichen Erfolge in nie erwartete Höhen.
Schon 1982 stellte Peter Heinz den Deutschen Rekord mit der Freien Waffe mit 1174 Ringen ein und wurde in
Caracas / Venezuela Weltmeister.


mehrfacher Bundesliga Sieger in den 80er Jahren: Jürgen Hartmann, Manfred Deichmann,
Rainer Peter ϯ, Lothar Glebe ϯ

mehrfacher Deutsche Meister: Jürgen Hartmann,
Rainer Peter ϯ, Dieter Jungermann ϯ, Gerh. Beyer ϯ

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Drei Hegelsberger Olympioniken 1984: Gerhard Beyer, Jürgen Hartmann und Peter Heinz (Foto: Herbert Vöckel)

Drei Hegelsberger zur Olympiade 1984

Absoluter Höhepunkt der Vereinsgeschichte dürfte wohl 1984 gewesen sein, als der SV Hegelsberg-Vellmar mit Gerhard Beyer, Jürgen Hartmann und Peter Heinz gleich drei Schützen der Deutschen Nationalmannschaft stellen konnte, die an der Olympiade in Los Angeles teilnahmen.

Jürgen Hartmann belegte den 4. Platz mit der Freien Pistole.

Lothar Glebe war damals Assistenztrainer von Bundestrainer Siegfried Arnold und trainierte die Schützen für die Olympischen Spielen

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In diese Zeit fällt auch die Teilnahme der Hegelsberger Luftpistolen Mannschaft in der damaligen Bundesliga.

Mit den Schützen Gerhard Beyer ϯ, Rainer Peter ϯ, Lothar Glebe ϯ und Manfred Deichmann machten sie von sich reden und wurden seinerzeit in der Regel Sieger der Bundesliga.

Wie Manfred Deichmann sich erinnert: mit einer Ausnahme: Dieses Mal belegte das Hegelsberger Team den 2. Platz, weil die Mannschaft aus beruflichen Gründen zu einem Wettkampf mit Ersatzschützen antreten musste.

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Bundesliga der Neuzeit

Wenngleich sich die großen sportlichen Erfolge nicht mehr am laufenden Band einstellten, lag dies vielmehr
daran, dass die 'Zugpferde' der Luftpistolen Schützen ins Alter gekommen waren. Auch der beruflich bedingte
Wegzug von Gerhard Beyer und der plötzliche und unerwartete Tod von Rainer Peter sprengte die erfolgsgewohnte
Mannschaft.

Eine Wende bei den Pistolenschützen zeichnete sich nach der beruflich bedingten Rückkehr von Gerhard Beyer
im Jahr 2003 nach Vellmar ab. Er konnte Manfred Deichmann überzeugen, es der Konkurrenz noch einmal zu
zeigen. Zusammen mit Sabine Ullrich, Edgar Heyne und dem amtierenden jungen Hessenmeister Lev Berner
nahmen sie die Sache ernst und wurden sofort verlustpunktfrei Meister der Oberliga. Stefan Vitt und Achim Knüppel
standen dem Luftpistolenteam zur Seite, wenn es hieß, die Mannschaft zu komplettieren.

Im Januar 2005 setzten sie sich dann bei den Aufstiegskämpfen zur Hessischen Landesliga durch und schossen
im Jubiläumsjahr vom SV Hegelsberg-Vellmar 2005 in der höchsten Hessischen Wettkampfklasse.

Bereits ein Jahr später stieg das Team 2006 als Sieger der Hessenliga in die Regionalliga West (heutige 2. Bundesliga)
auf. Der Ausflug währte jedoch nur ein Jahr.


2006: Sieger der Hessenliga und Aufstieg in die Regionalliga West, der heutigen zweiten Bundesliga
v.l. Trainer Gerhard Beyer, Edgar Heyne, Stefan Vitt, Sabine Ullrich, Thomas Gerke, Christian Hollstein,
Coach Manfred Deichmann.


2009: die verstärkte Mannschaft erzwang den Wiederaufstieg in die Regionalliga West. vl. Lev Berner, Kim Richter, Hubert Hartmann, Sabine Ullrich, Manfred Deichmann (Coach) und Christian Hollstein

2009: Mit der Verstärkung durch Hubert Hartmann und Kim Richter gelang erneut der Aufstieg in die Regionalliga West. Sie konnten sich auf den vorletzten Platz in die Relegation retten.
Coach Manfred Deichmann und Trainer Gerhard Beyer motivierten die Mannschaft. Das Team gewann die Relegation überlegen mit 31 Ringen Vorsprung und konnte somit in der Regionalliga West verbleiben. .

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Im Jahr 2010 hat Gerhard Beyer den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren. Lothar Glebe, der zum Jahresende 2008 nach knapp 30 Jahren seine Tätigkeit als Bundestrainer des National C-Kader Freie Pistole und Luftpistole beendete, übernahm die Mannschaft. Unter seinen Anleitungen konnte sich die Mannschaft behaupten und in der Regionalliga West weiter verbleiben.

Nachdem 2010 in der Regionalliga West der Klassenerhalt gesichert wurde, kündigt Trainer Lothar Glebe für das kommende Jahr den Angriff an


2010: v.l. Trainer Lothar Glebe, Betreuer Werner Landau, Sabine Ullrich,
Edgar Heyne, Yelena Feinberg, Lev Berner, Christian Hollstein,
Kim Richter. (Es fehlt Hubert Hartmann)

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2011: Die Hegelsberger Luftpistolen-Mannschaft verpasst den Aufstieg in die 1. Bundesliga mit 7 Ringen Differenz hinter Braunschweig und Dasbach

2011:
Trainer Lothar Glebe hat richtig vorausgesagt. Bereits ein Jahr nach der Übernahme seiner Trainingsarbeit mit der Mannschaft wird das Hegelsberger Team Vizemeister in der Regionalliga und nimmt erstmalig an den Aufstiegskämpfen zur 1. Bundesliga teil. Neu in der Mannschaft ist André Naß. Die Vellmarer belegten hinter den Aufsteigern Braunschweiger SG und SV Falke Dasbach den undankbaren dritten Platz mit nur 7 Ringen Differenz.

2012:
Lothar Glebe hat die Mannschaft verstärkt: Neu in die Mannschaft wurde die Junioren- Kaderschützin Svenja Berge
aufgenommen. Jedoch wurde das angestrebte Ziel ’nur’ mit einem Mittelplatz in der Regionalliga West belohnt.
 

2013:
Lothar Glebe schwört das Team ein und nimmt mit Stefan Ziehn und Thomas Hucke zwei Erstligaschützen der SG Braunschweig an Bord. Zudem wird das Team durch Benjamin Körner aufgestockt, da André Naß beruflich bedingt kürzer treten muss, und Sabine Ullrich durch beruflich bedingten Wegzug von Vellmar ausschied.

Das Jahr verlief trotz einiger Rückschläge positiv und das erstarkte Hegelsberger Team hat sich am Ende der Saison
neben den wieder abgestiegenen Schützen vom SV Falke Dasbach erneut zu den Aufstiegskämpfen qualifizieren
können. Mit Pech verpassten sie erneut den Aufstieg, diesmal denkbar knapp um nur 3 Ringe.

2014:
Wie vielleicht noch aus der Presse bekannt ist: Es wurde vom Wunder in Vellmar gesprochen. Wieder wurden im
Verlauf der Saison Siege leichtsinnig verschenkt. Am letzten Wettkampftag traten die Hegelsberger Schützen auf
Platz 4 der Tabelle auf eigenem Stand an. Entgegen früherer Heimkämpfe wurden beide Begegnungen jedoch
souverän mit den besten Ergebnissen des Jahres gewonnen. Zudem kam die Niederlage vom Mitkonkurrenten
SV Hengsbach & Almer am zweiten Veranstaltungsort des gleichen Tages den Hegelsbergern gelegen: Mit Platz 2
durften sie nunmehr zum dritten Mal an den Aufstiegskämpfen zur ersten Bundeslige teilnehmen.

2014: Aufstieg ins Oberhaus geschafft

Im ersten Wettkampf lagen sie gegenüber dem SV Bassum 1848 (bei Bremen) noch mit 4 Ringen zurück. Lothar
Glebe konnte das Team jedoch aufbauen und mit dem höchsten Ergebnis der Saison den noch einzig verbliebenen
Mitkonkurrenten Bassum um 8 Ringe übertrumpfen, so dass die Vellmarer insgesamt mit 4 Zähler vorne lagen.

Damit ist das seit 10 Jahren stetig verfolgte Ziel, angestoßen seinerzeit von Gerhard Beyer, erreicht. Es heißt jetzt
aber nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, denn die Hegelsberger spielen jetzt im Oberhaus des Deutschen
Schießsportes mit und es heißt zuerst die Devise: eine gute Platzierung unter den 12 teilnehmenden Mannschaften
und zumindest den Klassenerhalt sichern.

2015:
Im ersten Jahr in der ersten Bundesliga konnte das gesteckte Ziel (Klassenerhalt) übertroffen werden. Mit Platz
sieben unter den 12 teilnehmenden Mannschaft konnte sich das Hegelsberger Team einen guten Platz im
Mittelfeld sichern.

Mannschaft nach dem Heimkampf in Vellmar
Trainer Christian Hollstein, Stefan Ziehn, Lev Berner, Thomas Hucke, Nils Pilger, Svenja Berge, Kim Richter,
Benjamin Körner, Fahrer Werner Landau.

2016:
In unveränderter Mannschaftsaufstellung geht es in die neue Saison 2016/17 nach dem Motto: Zusammen haben wir
den Aufstieg geschafft, zusammen haben wir einen Mittelplatz in der Tabelle erobert, wir bleiben zusammen weil wir
ein eingeschworenes Amateur-Team sind.

Aber der Erfolg vom Vorjahr konnte nicht wiederholt werden. Nach leichtfertig vergebene Punkte blieb am Ende der
Saison nur der letzte Tabellenplatz übrig - ein einziger Ring mehr und der Klassenerhalt wäre gesichrt gewesen.
Nun gilt es, sich in der zweiten Liga auf die mögliche Leistung zu besinnen.

2017:
Die neue Saison startet im Oktober gleich vor heimischen Publikum im kleineren Rahmen wieder auf der
eigenen Schießsportanlage. Die gesamte Saison wurde ein Aufstiegsplatz zur 1. Bundesliga gehalten.

Trainer Christian Hollsten, Niklas Buhe, Betreuer Werner landau, Svenja Berge, Kim Richter,
Lev Berner, Nils Pilger, Thomas Hucke und Stefan Ziehn

Am letzten Wettkampftag hielten jedoch nicht die Nerven. Sie verspielten die Teilnahmer an den Aufstiegskämpfen
und verloren beide Begenungen gegen den Aufsteiger SC Windecken und dem SV Wiesbaden Biebrich.

2018:
Im vorletzten Wettkampf auf eigenem Stand trafen die einzig verbliebene verlustpunktfrein Mannschaften SV Heg.-Vellmar
und die Brühler Sportschüzen aufeinander. Mit Saisobestleistung konnten die Hegelsberger die Vormachtstellung gewinnen
und gingen im Neuen Jahr in den letzten Wettbewerb als einzig ungeschlagene Mannschaft in den Endspurt.
Sie müssen gewinnen denn der SV Klein Welzheim und der Brühler SC sind in Lauerstellung.

Und das Desaster des vergangenen Jahres wiederholte sich. Hatten das Team Angst vor dem eigenen Können? 
Die Wettkämpfe gegen Klein Welzheim und Windecken gingen verloren und die Hegelsberger wurden bis zum den dritten
Tabellenplatz durchgereicht - Die Teilnahme an den Aufstiegskampf war jäh geplatzt.

Zu Beginn der Saison war das Team noch guter Laune - sie konnten noch nicht ahnen,
dass am letzten Wettkampftag die Träume erneut platzten.

Der Aufstiegswettkampf bleibt wahrscheinlich in allen Köpfen: Die Mannschaft vom SV Klein Welzheim mauerte derart,
dass es schon peinlich war. Sie traten mit Nicht-Schützen zum Aufstieg in die höchste Deutsche Klasse an, die bei 40
Schuss mit maximal 83 Ringe vom Stand gingen. Kein weiterer Kommentar

Aber auch das Team von Frankfurt/Oder, jahrelang Sieger der Gruppe Ost, tritt zu den Aufstiegskämpfen mit einer anderen,
schwächeren Mannschaft an, um den kosternintensieven Aufsieg zu verhindern. Hier sollten die Regeln geändert werden.
Und die Ligaordnung wurde geändert: Numehr kann eine Mannschaft auf die Teilnahme an den Aufsstiegskämpfen verzichten,
ohne dass sie mit Streichung der Mannschaft bestraft wird.

2019:
Die Mannschaft hat sich mit dem Junioren Kaderschützen Niklas Buhre verstärkt. Niklas Buhre entstammt einer alten
Hegelsberger Schützenfamilie. Bereits sein Ur-Großvater Fritz Buhre war im Verein aktiv, sein Opa Howard Buhre
war hessenweit als hervorragender Gewehr Schütze und Trainer bekannt. Er zog seinerzeit die hessische Junioren in
dem sogenannten 'Team Nordhessen' zusammen. Niklas Vater Elmer Buhre nimmt hingegen mit der Luftpisole an den
Liga-Wettkämpfen und Meisterschaften teil. In der 4. Generation schießt jetzt das Nachwuchstalent Niklas Buhre bereits
erfolgreich in der ersten Hegelssberger LP-Mannschaft.

Mit unterschiedlichen Erfolgen begann das Team die Saison und bis zum letzten Wettkampftag auf der heimischen
Schießsportanlage war noch alles offen. Insgesammt konnten noch 5 Mannschaften die Fahrkrte zu dem Aufstiegskampf
lösen, Hegelsberg-Vellmar punktgleich mit 4 anderen Mannschaften auf Platz 4.
Und vergessen waren die Niederlagen der vergangenen Jahre: Sie punkteten gegen die Tabellenspitzenreiter SV Klein
Welzheim und dem SV Teutoburger Wald. Mit nur einem Einzelpunkt Differenz belegten sie Platz 2 und wurden zu den
Aufstiegskämpfen in Hannover eingeladen.

Es ist geschafft - das gesteckte Ziel ist erreicht. Nun muss die letzte Hürde zum Aufstieg geschafft werden
vorn vl: Kim Richter, Lev Berner, Svenja  Berge
hintern: Trainer Christian Hollstein, Niklas Buhre, Nils Pilger, Stefan Ziehn, Thomas Hucke


Aufstiegskampf: Der SV Hegelsberg-Vellmar ist wieder Erstklassig
Vergessen waren die vergangenen gescheiterten Versuche, wieder in das Oberhaus der Schützen aufzusteigen.
Sie entfachten in diesen Jahr ein wahres Feuerwerk, so dass die Mitkonkurenten nach dem 1. Durchgang sagten:
Wir werden Euch den 1. Platz nicht streitig machen (können), wir konzentrieren uns auf den zeiten Aufstiegsplatz.

Was war geschehen: Das Hegelsberger Team schoss mit Mannschaftsrekord von 1880 Ringen im 1. Durchgang
gegenüber dem Zweitplatzieren 40 Ringe Vorsprung heraus. Maßgeblich daran beteidigt waren Svenja Berge mit
384 Ringe und Thomas Hucke (381).
Locker konnten sie im 1. Durchgang aufspielen und standen mit 1871 Ringen der Vormittagsleistung kaum nach.
Es könnte in die Geschichte des DSB eingehen, dass sich bei den Aufstiegskämpfen das Topp-Team mit fast 100 Ringen
Vorsprung in Szene setzt und sich nach 2 Jahren Abstinenz in der höchsten Liga des Deutschen Schützenbundes als
ersthaften Wiederaufsteiger empfiehlt.

Mannschaftfoto nach dem Aufstieg in das Oberhaus des Deutschen Schützenbundes
Trainer Christian Hollstein, Lev Berner, Svenja Berge, Kim Richter, Thomas Hucke, Niklas Buhre und  Stefan Ziehn

2020 - Corona Absage
In diesem Jahr werden alle Vorbereiteungen Null und Nichtig: 14 Tage vor dem Start in die Neue Saiso erreichte uns
folgende Nachricht: Der Ligaausschuss vom DSB sagt Saison 2020/21 für die 1. und 2. Bundeslige LG und LuPi ab.
Das 15-köpfige Gremium votierte mit 10:5 für die Absage aufgrund der sich wieder zuspitzenden Corona-Lage.
„Die 1. und 2. Bundesliga ist quasi „eingefroren“, d.h. es gibt keinen Auf- und Abstieg. Und das wirkt sich natürlich
auch auf die darunter liegenden Ligen aus, bei denen die Aufstiegsregelung ebenfalls ausgesetzt ist“, sagt Gerhard
Furnier, DSB-Vizepräsident Sport und Ligaausschuss-Vorsitzender, zu den Auswirkungen.

Was bedeutet das für uns: warten auf das nächste Jahr. um die Früchte des Aufstiegs ernten zu können.

2021:
Im 2. Jahr der Corona Pademie geht es auf der Basis von 2019 weiter, d.h. die Mannschaft vom SV Hegelsberg-Vellmar 
startet in der höchsten Klasse, der 1. Bundesliga und konnte sich sogar verstärken. Ander Mannschafte, speziell 
mit ausländischen Schützen, mussten hingegen coronabedingt ihre Mannschaften zurückziehen - andere Teams 
rückten jedoch nach den Aufstiegskämpfen nach.