Schießen mit dem Blasrohr
Blasrohrschießen ist eine, den Ur-Instinkten des Menschen angeborene Technik des Jagens, mit einem einfachen Rohr.
Es erfordert eine gute Koordination zwischen Auge, Gleichgewichtssinn und Atmung.
Beim Blasrohrschießen wird die erforderliche Kraft für die Abgabe des Schusses ausschließlich von der Lunge erzeugt.
Beim Schießen mit dem Blasrohr wird der Druck im Rohr durch schlagartiges ausstoßen der Luft, aufgebaut.
Der instinktive Zielvorgang und das stoßartige Ausblasen der Luft geschehen dabei in einem Vorgang.
Dabei ist es erforderlich, beim Luftholen in den Bauch zu atmen.
Das Ausstoßen der Luft geschieht anschließend auch aus dem Bauch heraus. Atmet man in den Brustkorb ein und
stößt die Luft über Lunge und Brustkorb aus, wird der Schuss verrissen.
Die Konzentration auf das Ziel muss sich beim Blasrohrschießen,
während des Ausblasens der Luft, auf ihrem höchsten Punkt befinden. Dazu gehört viel Übung.
Auch für das Ausblasen der Luft in das Mundstück gibt es zwei unterschiedliche Techniken.
Man kann einfach in das Mundstück reinpusten oder man verwendet die Zungentechnik.
Dabei wird das Rohrende des Blasrohrs mit der Zunge verschlossen die nach dem Druckaufbau schlagartig zurückgezogen wird.
Dadurch entsteht ein Druckimpuls, der den Blasrohrpfeil immer mit der gleichen Energie aus dem Rohr treibt.
Auch das Halten des Blasrohres über einen längeren Zeitraum muss bewältigt werden.
Das Schießen mit dem Blasrohr erfolgt rein nach Gefühl und dem abschätzen der Entfernung.
Es gibt keine Zieleinrichtungen. Im Grund genommen ähnelt das Blasrohrschießen dem Dart,
mit dem Unterschied, dass hier nicht nur Auge, Arm und innere Balance, sondern auch der gesamte Atemvorgang eine wichtige Rolle spielt.
Beim Blasrohrschießen werden Entfernungen von weit über 15 m erreicht. Standardmäßig wird, je nach Altersklasse, auf 5, 7 und 10 m Entfernung geschossen.
Beim Ausblasen der Luft spürt der Blasrohrschütze schon, ob sein Schuss ein Treffer wird oder nicht.
Er hält beim Ausblasen seinen ganzen Körper in einer inneren Balance.
Dadurch bekommt er im Laufe der Zeit eine so große Sicherheit, dass er letztendlich auch ganz genau beurteilen kann, ob sein Blasrohr-Pfeil sauber fliegt oder nicht.
In Japan, wo diese Sportart sehr verbreitet ist, hat man durch wissenschaftliche Studien festgestellt,
dass Blasrohrschützen ein größeres Lungenvolumen haben als der Durchschnittsmensch.
Auch die körperliche Vitalität wird gerade bei älteren Menschen durch das Blasrohrschießen gestärkt und verbessert sich innerhalb von zwei Jahren um über fünfzehn Prozent.
Egal ob jung oder alt. Von 10 bis 90 ist Jeder willkommen
Kontakt über Horst-Dieter Döricht
Schützenverein Hegelsberg-Vellmar 1930 e.V.